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Die Kammern und ihr Image

 

Die Kritik von Unternehmerinnen und Unternehmern an „ihrer“ IHK oder HWK wird seitens der Kammern oft als diffamierend erlebt und beschrieben. Sensibel und angreifbar wie man über die Jahre geworden ist, werden Begriffe wie „Kammerfürsten“ als ehrverletztend bezeichnet und wer sich selbst mit einem Augenzwinkern als „Kammerjäger“ bezeichnet wird als destruktiver und für einen Dialog unqualifizierter Gesprächspartner weg sortiert.


Wie es tatsächlich um das Image der Kammern und ihrer Funktionäre bestellt ist, das machen in diesen Tagen gleich zwei Zeitungsartikel mehr als deutlich. Unter der Überschrift „Podzun - Kavalier oder Kammerfürst?“ berichtet die Rhein-Zeitung über den IHK-Hauptgeschäftsführer aus Koblenz. In dem Bericht wird dieser wahlweise als „selbstherrlich“, als „Autokrat“, „oder Kammerfürst“ bezeichnet. Er zeige sich gerne bei vielen Anlässen, bleibe aber oft genug noch nicht einmal bis zum Grußwort.
Der Kölner Stadtanzeiger wiederum berichtet unter der Überschrift „ Bekannt wie Cola, Image wie die GEZ“ über den immer gleichen Ärger mit der IHK. Mit dieser Überschrift ist eigentlich schon alles gesagt. Das Zitat aus der Überschrift stammt dem Bericht zu Folge dabei aus dem Munde des Pressesprechers der IHK Bonn. Welch seltener Moment der klaren Selbsterkenntnis. In dem Artikel werden die alltäglichen Mühen eines technischen Zeichners beschrieben, der sich gerne aus den Klauen der Kammer befreien würde.
Wer sich von diesem Image wirklich lösen will, kommt an der Abschaffung des Kammerzwanges nicht vorbei. Solange sich Kammerfunktionäre darauf verlassen können, dass der nächste Jahresetat unabhängig von der eigenen Leistung durch die Zwangsmitglieder gesichert ist, werden die notwendigen Reformen genauso sicher ausbleiben. Nicht zuletzt die gerade gescheiterte Fusion der IHKn in Cottbus und Frankfurt/Oder legen dafür das beste schlechte Zeugnis ab.

 


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