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IHK Fusion gescheitert  – außer Spesen nix gewesen

 

Groß war sie angekündigt, die Fusion der IHKn in Cottbus und Frankfurt/Oder. Und Geld hat sie natürlich auch schon verschlungen. Immerhin 500.000,00 Euro hatte alleine die IHK Cottbus für das Projekt bewilligt. Einiges davon wurde auch schon ausgegeben. Am Ende ist der Traum ganz schnell geplatzt.


In Kammerland werden ja gerne Forderungen an den Staat gerichtet, tatsächlich oder vermeintliche unsinnige Doppelstrukturen abzuschaffen. So findet sich auch auf der Internetseite der IHK Cottbus ein Papier, in dem eine Fusion der Bundesländer Berlin und Brandenburg befürwortet wird. Warum also klappt so etwas bei den IHKn nicht? Wer sich für die Hintergründe interessiert wird schnell fündig. Ein erster Hinweis ergibt sich, wer auf den Internetseiten der beiden IHKn recherchiert.
Während sich aus den bereit gestellten Unterlagen der IHK Cottbus die Geschichte der Fusionsidee rekonstruieren lässt – dort sind alle Erklärungen und Unterlagen noch immer verfügbar – so findet sich zu diesem Thema auf der Seite der IHK Frankfurt/Oder so gut wie nichts. Wer Worte wie „Fusion“ oder „Kooperationsvertrag“ in die Suchfunktion eingibt kommt nicht weiter. Am Ende findet sich lediglich die Pressemitteilung, die das Scheitern als Erfolg verkauft.
Anders bei der IHK Cottbus. Dort sind etliche Unterlagen verfügbar. Ganz offensichtlich war dort deutlich mehr Interesse und Engagement. Da wollte in Cottbus mal jemand an dieses heiße Eisen ran und scheitert gleich auf den ersten Metern u.a. wohl daran, dass die IHK Frankfurt/Oder im Streit um das Führungspersonalden die Chefposten für sich reklamiert haben soll. Immerhin zehn Arbeitsgruppen haben sich mit dieser Inszenierung des Scheiterns beschäftigt, wie aus Unterlagen hervor geht, die dem bffk vorliegen. Am Ende haben die Kammermitglieder die Zeche gezahlt, denn einige der etlichen Hunderttausend Euro sind bei diesem gescheiterten Versuch auf der Strecke geblieben.


Gescheitert ist damit nicht nur die Fusion, sondern zerstört ist einmal mehr das Selbstbild der Kammern als innovativer Reformmotor der Wirtschaft.


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