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07.01.2016


Rücktrittswelle in der SIHK Hagen

Nicht nur die Funktionäre der IHK Bonn/Rhein-Sieg schienen es für eine besonders schlaue Idee gehalten zu haben, zur Absicherung der umstrittenen Kooptationen in die Vollversammlung noch Jahre später Wahlbekanntmachungen nachzuschieben. Mit Datum vom 02. Oktober 2015 machte auch der Präsident der SIHK Hagen Zuwahlen vom 18. September 2013 sowie 15. Dezember 2014 bekannt – praktischerweise gleich auf einem Blatt Papier. Eine Verspätung der Veröffentlichung von einem bzw. 2 Jahren nach den erfolgten Zuwahlen, eine klandestine Veröffentlichung versteckt in den Tiefen der Internetseite der IHK – die Funktionäre kannten weder Scham noch war etwas vom viel gerühmten Anstand ehrbahrer Kaufleute zu verspüren. Die Rechnung ging aber nicht auf. Wie im Falle der IHK Bonn/Rhein-Sieg fiel der Schmu auf. Ein Mitgliedsbetrieb des bffk legte innerhalb der Frist noch Ende Oktober 2015 förmlich Widerspruch gegen die Zuwahlen in der SIHK ein und bezog sich dabei auf die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes. Ob es nun dieser Widerspruch war, die Angst vor einem Gerichtsverfahren, ob man sich am Ende doch etwas der Peinlichkeit der verspäteten Wahlbekanntmachungen bewusst geworden ist.....darüber lässt sich nur spekulieren.
Fakt ist, dass mit Datum vom 18. Dezember 2015 nun die SIHK Hagen ganz offiziell im Rahmen einer Wahlbekanntmachung über die die Demission von gleich 5 Vollversammlungsmitgliedern informiert. Eine Pressemitteilung scheint die kleine Rücktrittswelle aus Sicht der IHK allerdings nicht verdient zu haben.

Und so kann der IHK-Präsident nun dem Widerspruchsführer mitteilen, dass sich der Widerspruch erledigt hat, weil die Betroffenen ja nun ihre Mandate niedergelegt haben. Mit diesen Rücktritten hat sich die SIHK damit tatsächlich, wenn auch verspätet und erst über den Umweg der Manipulationen der Wahlbekanntmachung, zu den IHKn gesellt, die nun aus der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes die notwendigen Konsequenzen gezogen haben. Auf so viel demokratischen Anstand muss man in etlichen IHKn (u.a. Hamburg und Stuttgart) bis heute vergeblich warten.


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