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Fotografen-Handwerk im Wandel – wann fällt der Kammerzwang?

Die Abgrenzung zwischen handwerklicher und industrieller Tätigkeit und damit die Entscheidung zwischen IHK- oder HWK-Zwangsmitgliedschaft mutet mittlerweile in einigen Fällen unmöglich bzw. willkürlich an. Insbesondere aber bei den Fotografen, bei denen ein großer Teil unabhängig von jeder Kammermitgliedschaft als Freiberufler arbeitet, zeigt sich der gravierende Wandel eines Berufsstandes, dem statische Handwerkskammern begegnen, die schon lange für diese Berufsgruppe nichts mehr leisten (können) und sich darauf beschränken, ihre Einnahmen aus den Zwangsbeiträgen zu sichern.

Eindrucksvoll belegt dies die Auswertung von zwei Umfragen unter Fotografen, die als Mitglieder der Handwerkskammer nach ihren Erfahrungen mit dem Wandel im Beruf und insbesondere mit der Mitgliedschaft in der Handwerkskammer befragt wurden. Danach


Zwei Fragen drängen sich nun auf. Die erste: wie reagieren Kammern und Politik auf diese Umfrageergebnisse. Es steht zu befürchten, dass sie das tun, was sie seit Jahren tun. Die Politik duckt sich weg und die Kammern verweisen beleidigt auf ihre „wunderbaren Dienstleistungen“ und „engagierten Einsatz“ und bedauern, dass dies nicht ausreichend gewürdigt wird, und lassen den Kopf ansonsten dort, wo er schon seit Jahren steckt: tief im Sand.
Die zweite Frage muss lauten, ob diese Ergebnisse ganz oder in Teilen auf andere Berufsgruppen übertragbar sind. Wer glaubt oder hofft, es hier mit einem Einzelergebnis zu tun zu haben, hat vom Handwerk keine Ahnung....... .

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