RÜCKSTELLUNGSUHR

 
Diese Gelder horten die Kammern
 

News-Ticker


 


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Die Rückstellungsuhr

 

Die Kammern bilden in erheblichem Maße Rücklagen und Rückstellungen. Was nach außen gern als vorsichtiges Wirtschaften daher kommt, entpuppt sich bei genauem Blick als maßloses Anhäufen der (Zwangs-) Beiträge. Der bffk hat ausdrücklich auch Rückstellungen für Pensionen in die Berechnungen mit einbezogen. Wir sind uns dabei darüber im Klaren, dass es selbstverständlich eine rechtliche Verpflichtung gibt, die gemachten Pensionszusagen auch auszufinanzieren. Allerdings wird dadurch der Sachverhalt völlig überzogener Pensionszusagen für die leitenden Mitarbeiter/innen nicht besser. Wenn eine IHK wie Stuttgart rund 64 Millionen Euro für Pensionen zurückstellen muss, dann wird deutlich wie unverantwortlich leichtfertig die Kammerorganisation hier mit den (Zwangs-) Mitgliedsbeiträgen umgeht.

 

Warum tickt die Uhr?

 

Nach Auswertung aller verfügbaren Wirtschaftspläne planen die Kammern auch für das Jahr 2009 einen weiteren erheblichen Anstieg der Rücklagen. Umgerechnet 1,05 € pro Sekunde sollen dies 2009 sein

 

Die Quelle unserer Zahlen - so haben wir gerechnet:

Maximale Transparenz, das könnte und sollte das Prinzip der Kammern als Körperschaften öffentlichen Rechts sein. Leider ist dem nicht so, sodass aus unterschiedlichsten Quellen die Zahlen zusammengetragen werden mussten. Während es einerseits Kammern gibt, die jedenfalls bei der Veröffentlichung der Zahlen vorbildlich sind (das gilt in auffälliger Weise vor allem für die großen), haben die bffk-Mitglieder in zahllosen Anfragen und Nachfragen in ihren Kammerbezirken bohren müssen. Teilweise gab es hier schnelle und kompetente Auskunft, teilweise wurde gemauert oder lückenhaftes Material geliefert.

Folgende Prinzipien haben wir dabei beachtet:

1. Die Zahlen beziehen sich zur Zeit ausschließlich auf die Industrie- und Handelskammern (IHKn). Handwerkskammern scheinen überhaupt keine Notwendigkeit zu sehen ihre Zahlen offen zulegen.
2. Mit Quellenangaben und Belegen haben wir bis heute (07.10.2009) die Zahlen von 44 Kammern vorliegen. Die folgenden IHKn sind herzlich eingeladen, uns ihre Daten zu übersenden, die wir umgehend einpflegen werden:
Aachen, Arnsberg, Aschaffenburg, Augsburg, Bayreuth, Bielefeld, Bochum, Bonn, Bremen, Bremerhaven, Coburg, Detmold, Lahn-Dill, Duisburg, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Essen, Freiburg, Gera, Halle, Konstanz, Leipzig, Pfalz, Rheinhessen (Mainz), Nordwestfalen/Münster, Offenbach, Oldenburg, Passau, Potsdam, Saarland, Schwerin, Südthüringen, Ulm, Schwarzwald-Baar-Heuberg, Wiesbaden, Wuppertal.
3. Für die vorliegenden 44 IHKn ergibt sich ein Schnitt von EUR 25.261.289,30 je Kammerbezirk. Wir haben konservativ für die ausstehenden 36 IHKn einen Schnittwert von EUR 15.000.000,00 angenommen.
4. Bei der Auswahl der vorliegenden Daten haben wir stets die niedrigsten vorliegenden Werte eingetragen. So liegen aus einigen Kammerbezirken (noch) keine Daten über die Rückstellungen für Pensionen vor. Wir haben hier auch auf das Einsetzen von Schätzwerten verzichtet, weil es von Kammerbezirk zu Kammerbezirk extreme Schwankungen gibt.

Ein paar fallen also auf:

Stuttgart sitzt auf ca. 117 Millionen (davon rund 64 Millionen für Pensionen).
Berlin plant für 2009 weitere Rückstellungen und Rücklagen von min. 13,8 Millionen Euro. Das sind mehr als 20 % der Gesamteinnahmen. Die Konstanzer IHK (Hochrhein-Bodensee) rückt an ihre Mitglieder schon gar keine Zahlen heraus. Man solle "an der Ordnungsmäßigkeit der Verwaltung Ihrer Beiträge...nicht zweifeln." Die IHK Erfurt bietet an, die Zahlen im Kammergebäude einsehen zu lassen, was für manches Mitglied 200 km An- und Abfahrt bedeutet. In der Bielefeld IHK ist man ein Anhänger des Ungefähren. "Rund 18 Millionen" hat man. Abschreibungsbedarf gab es "ungefähr". Nachfragen sind unerwünscht.

Das liefern wir noch mit der Zeit:

Der bffk arbeitet zu Zeit an einer übersichtlichen tabellarischen Aufstellung. Angesichts der schlechten, unvollständigen Datenlage ein aufwändiges Projekt. Aber wir werden liefern! Dann werden für die einzelnen Kammerbezirke auch die Differenzierungen über die einzelnen Positionen der Rücklagen und Rückstellungen möglich.

Wir werden hier auch weitere Beispiele der teilweise herablassenden, unwilligen und oberflächlichen Antworten geben, mit denen IHKn versuchen sich ihrer Verantwortung zu Transparenz gegenüber ihren Mitgliedern und der Gesellschaft zu entziehen.


Das ursprüngliche Script der Rückstellungsuhr stammt von Jürgen G. Eixelsberger.

 

 

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