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IHK Berlin - Hier sind die Wahlergebnisse                                   (12. 10. 2012)

 

Schluss mit der Geheimniskrämerei. Mithilfe eines Informanten aus der IHK Berlin hat der bffk die personenbezogenen Wahlergebnisse der IHK Berlin rekonstruiert und veröffentlicht sie heute hier.
Wir merken gleich an, dass die Recherche nach besten Wissen und Gewissen stattgefunden hat. Gerne nehmen wir Hinweise auf mögliche Fehler entgegen. Dass bis z.B. auf Kassel und Heilbronn fast alle deutschen Industrie- und Handelskammern die in Demokratien übliche Veröffentlichung der Wahlergebnisse verweigern, ist ein Skandal. Mit der heutigen Veröffentlichung hoffen wir, dieser Praxis über Berlin hinaus ein Ende bereiten zu können.
Die vorgeschobene Begründung, datenschutzrechtliche Gründe stünden einer Veröffentlichung entgegen, ist nachgerade lächerlich. Wer es nicht erträgt, dass sein Wahlergebnis veröffentlicht wird, sollte besser nicht kandidieren.

Beim Blick in diese Wahlergebnisse wird deutlich, dass es wohl auch eher andere Gründe sind, die der Veröffentlichung entgegenstehen. So ist die Zahl der Postrückläufer (knapp 75.000 von 272.000 Briefen kamen zurück) auch im Bundesdurchschnitt extrem hoch. Und wie sehr dass IHK-Wahlrecht gerade die kleinen Unternehmen benachteiligt, soll so detailliert wohl besser auch nicht an die Öffentlichkeit dringen. So reichten in der Wahlgruppe 11, Banken und versicherungen dem Wahlsieger schon 17 Stimmen zum Einzug in die Vollversammlung  (alle drei aus der Wahlgruppe Gewählten vereinigen insgesamt 38 Stimmen auf sich). Dagegen benötigte der Wahlsieger in der Wahlgruppe 19, Immobilienwirtschaft, 566 Stimmen. Und selbst das schlechteste Ergebnis dieser Wahlgruppe war mit 135 Stimmen noch ein vielfaches besser als alle drei gewählten Kandidaten der Wahlgruppe 11 insgesamt aufweisen konnten. Und dass der Kammerpräsident von den knapp 272.000 angeschriebenen Unternehmen mit gerade einmal 94 Stimmen sein Mandat errang von 97 direkt gewählten Vollversammlungsmitgliedern gerade einmal Platz 68 belegte.... . All das wollen die Kammerfunktionäre lieber nicht veröffentlichen. Über kurz oder lang aber wird daran wohl kein Weg vorbei führen. Denn wie die Beispiele aus Kassel, Heilbronn und Aachen und die Ankündigung anderer Kammern zeigen. Die Front bröckelt bereits.

 

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Link zum Wahlergebnis der IHK Berlin / 2012

Link zum Wahlergebnis der IHK Berlin / 2012 - Ranking nach Stimmen

Link zur Pressemitteilung des bffk


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