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Schon wieder Untreue in IHK-Bildungszentrum?                       (30. 10. 2012)

 

Es gehört zu den automatischen Reflexen des Kammerapparates immer dann, wenn auch strafrechtlich relevante Missstände an die Öffentlichkeit kommen, von Einzelfällen zu sprechen.

Ob es sich bei den heute bekannt gewordenen Vorwürfen gegen verantwortliche Mitarbeiter des IHK-Bildungszentrums Heilbronn tatsächlich um  strafrechtlich relevantes Verhalten handelt, ist bisher nicht bekannt. Tatsächlich ist im Artikel der Heilbronner Stimme heute davon die Rede, dass "Teilnahmegebühren an Weiterbildungsveranstaltungen unberechtigterweise nicht abgerechnet" worden sein sollen. Immerhin haben wochenlange Untersuchungen der Angelegenheit jetzt zu einer fristlosen Kündigung zweier Mitarbeiterinnen, darunter der seit 10 Jahren amtierenden Geschäftsführerin des IHK-Bildungszentrums geführt.

Wer angesichts der seit Jahren immer wiederkehrenden Vorwürfe und Feststellungen von Untreue, Subventionsbetrug etc. in Kammereinrichtungen, speziell im Bildungsbereich, immer noch reflexhaft von Einzelfällen spricht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, die Wahrheit nicht wissen zu wollen. In Dessau wird noch ermittelt, bei der IHK Bayreuth führte der Subventionsbetrug die IHK-Akademie in die Insolvenz, um nur zwei Beispiele zu nennen. Dass aber eben nicht nur die Bildungsstätten, sondern das Kammersystem an sich anfällig ist, zeigen weitere Beispiele aus Koblenz (laufende Ermittlungen gegen den ehemaligen Hauptgeschäftsführer) und Südkorea (Entlassung des Geschäftsführers) wegen Vorwürfen der Unterschlagung und unsaubere Buchführung). Es sind eben keine Einzelfälle! Und wer solche Missstände beenden will, kommt an grundlegenden strukturellen Veränderungen nicht vorbei.


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