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Sportliche Handwerkskammern                                                   (14. 08. 2012)

 

Wenn man zu viel Geld hat, sucht man nach Projekten. Wenn es zu wenig Kontrolle gibt, treibt diese Suche Blüten.
Dass es in den Industrie- und Handelskammern einen Hang zum sportlichen Vergnügen auf Kosten der Zwangsmitglieder gibt, ist bekannt. Insbesondere die IHKn in Hannover und Cottbus sind hier mit einem freigiebigen Umgang mit Eintrittskarten für die lokalen Klubs aufgefallen.


Da mögen die Handwerkskammern  nicht zurückstehen und treten ebenfalls als Sponsoren auf.
Wie die Lausitzer Rundschau berichtete sponsort die Cottbuser Handwerkskammer den Turner Philipp Boy. Wer fragt, wie viel sich die Kammerfunktionäre den Spaß kosten lassen, fragt falsch. Denn erstens kostet der Spaß die Funktionäre nichts, denn hier wird fröhlich das Geld der Zwangsmitglieder verausgabt. Und zweitens wird diese Frage in der Presseerklärung der HWK Cottbus nicht beantwortet.

 

Hoch zu Ross kommen dagegen die Funktionäre der Handwerkskammern in Frankfurt/Main und Leipzig daher, die sich auf die Förderung von Pferderennen verlegt haben. In Frankfurt/Main findet seit dem Jahr 2000 „Der Renntag des Handwerks“ statt. Das Preisgeld kommt laut Wikipedia dabei von „den Innungen der Handwerkskammern“ Und weil ein Renntag des Handwerks offensichtlich nicht genug ist, findet eine gleichlautende Veranstaltung in Leipzig statt. Geradezu anrührend ist die dortige Begründung: "Traditionell ist das Handwerk eng mit der Galopprennbahn verbunden, beide bestimmen maßgeblich das Gesicht der Stadt. Nicht zu letzt sind es die regionalen Handwerksbetriebe, die mit ihrem fachlichen Know-how, den Gebäuden und besonders der Tribüne wieder zu neuem alten Glanz verhelfen.". Ja wenn das so ist. Dann  steht einem Einstieg der Handwerksorganisationen am insolventen Nürburgring ja nichts mehr im Wege. Denn die Werbung des Handwerks macht deutlich: Nichts geht ohne das Handwerk und wir sind ihm alle in allen Lebensbereichen verbunden.


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