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Achtsamkeitsseminar für IHK-Geschäftsführer - wer zahlt sowas?

 

Bereits im Jahr 2013 hat der bffk unter der Überschrift "Teure Sause für IHK-Geschäftsführer oder Arbeit?" über die Ausflüge der IHK-Hauptgeschäftsführer*innen unter Federführung ihres Verbandes der Geschäftsführer der deutschen Industrie- und Handelskammern berichtet.

 

In diesem Jahr fand nun ein Achtsamkeitsseminar im Rahmen des "Führungskräfteprogramms" statt. Das ist ja eine feine Sache und im Effekt sicher nicht zu unterschätzen. Zu begrüßen ist sicher auch, dass die IHK-Hauptgeschäftsführer*innen ihre berufliche "Komfort-Zone" verlassen. Dies ist eine Forderung, die Kammerkritiker schon seit langem stellen. Allerdings darf die Frage erlaubt sein, wie viel Bodenhaftung schon verloren gegangen sein muss, wenn das Essen "aus großen Schüsseln zur Selbstbedienung" besonders hervorgehoben werden muss.

 

Zu lesen ist im Informationsblättchen des Verbandes der IHK-Geschäftsführer auch, dass durch "offene Praxisberichte" - u.a. von der Kasseler IHK-Hauptgeschäftsführerin von Obernitz - "wichtige Impulse" gesetzt worden wären. Das werden die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der IHK Kassel-Marburg mit Interesse lesen. Denn von dort ist zu hören, dass man dem Führungsstil der Frau von Obernitz viele Prädikate verleihen kann, dass Achtsamkeit aber wohl eher nicht dazugehört. So gesehen bleibt sich die Kasseler IHK-Chefin ihrem Wirken als Wirtschaftssenatorin in Berlin wohl treu.

Am Ende bleibt die Frage, wer das alles bezahlt und ob die Teilnehmer dafür tatsächlich Urlaub genommen haben? Oder war auch das alles Teil der erheblichen Arbeitsbelastung innerhalb oder außerhalb der beruflichen Komfort-Zone, für die wie selbstverständlich die Zwangsmitglieder zur Kasse gebeten werden? Fragen, die freiwillig bisher nicht beantwortet werden.

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