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»Berufsaufsicht«, ein Damoklesschwert für die Pflegeberufe

 

Die Initiatoren einer Pflegekammer fordern für sich als Aufgabengebiet u.a.:

 
  • Ansprechpartner für die Bevölkerung zu sein
  • die Berufsaufsicht über die Pflegeberufe auszuüben, zum Schutz der Bevölkerung vor »unsachgemäßer / schlechter Pflege«
 
Was sich hinter diesen unscheinbaren Verlautbarungen verbirgt, kann für die Pflegekräfte schnell zu einem herabstürzenden Damoklesschwert werden.
 
Mit dem Schutz vor »unsachgemäßer Pflege« und als »Ansprechpartner für die Bevölkerung« müsste die Kammer im Streitfall die Interessen der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen bzw. Dritter (z.B. Ärzte) an der Pflege Beteiligter vertreten.
 
Hier entsteht ein unlösbarer Interessenkonflikt. Auf welcher Seite stehen die Kammern? Auf der Seite der Pflegekräfte, von denen sie finanziert werden, oder auf der Seite der zu Pflegenden bzw. der Bevölkerung.
Ist es den Pflegekräften zuzumuten, im Streitfall den eigenen Gegner bezahlen zu müssen? Ist es den Pflegekräften zuzumuten, eine Organisation zu finanzieren, die im Ernstfall nicht ihre Interessen vertritt? Müssen sich die Pflegekräfte gegen die Pflegekammern künftig per Rechtsschutz verteidigen?
 
Man braucht nicht viel Fantasie um sich auszumalen, wie man mit diesem Instrument missliebiges Personal ruhigstellt. Wer wird noch das Risiko eingehen, strukturbasierte Pflegemissstände öffentlich zu machen, wenn er Gefahr läuft, per »Berufsaufsicht«, existenziell aufs Abstellgleis geschoben zu werden? Als Pflegekraft beschleicht einen ein ungutes Gefühl, wenn man weiß, dass die meisten Pflegekammerbefürworter aus den Reihen der Leitungs- und Arbeitgeberseite kommen.

Hinter dem Begriff »Berufsaufsicht« steht ein hartes Machtinstrument. Ein Instrument, mit dem man auch unbequemes Personal problemlos in die Enge treiben kann. Wird man erst einmal angeschwärzt, so bleibt immer etwas zurück. Wehren kann man sich dagegen kaum.


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