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Mitglied des Monats März 2017 - Martina Ueberschaar

 

Martina Ueberschaar

 

Martina Ueberschaar, freiberufliche Texterin sowie Einzelhändlerin mit einem Geschäft für italienische Feinkost und Accessoires – und damit IHK-Zwangsmitglied – ist als Teil der kammerkritischen Kaktus-Initiative nun schon zum zweiten Mal in die Vollversammlung der IHK Region Stuttgart gewählt worden – und das jeweils mit der höchsten Stimmenzahl in ihrer Gruppe!
Ihr ist, neben der Aufhebung des Kammerzwangs und der Forderung nach freier Kammerwahl, wichtig, dass das Präsidium nicht zwingend und ausschließlich mit den größten Unternehmen der Region besetzt ist, und schon gar nicht ausschließlich mit Männern. Sie regt an, dass aus jeder Wahlgruppe der/die SiegerIn ins Präsidium gehört! Dann hätten endlich diejenigen eine Stimme, die von den Wählern das Votum für Entscheidungen bzw. für ihre repräsentative Vertretung erhalten haben. „Nach dem aktuellen Prinzip wird keineswegs das Gesamtbild der Wirtschaft in der Region abgebildet und nach außen transportiert, sondern nur die Großen geben Inhalte und Positionen vor“, moniert sie.
Auch die Meinungsbildung in die Gesellschaft durch die Veröffentlichung der wirtschaftspolitischen Positionen, die nur eine einfache Mehrheit in der jeweiligen Vollversammlung als Grundlage haben, ist ein nicht zu akzeptierender Vorgang. „Entweder gehören sie gänzlich aus der Agenda der IHKs gestrichen, so dass diese sich nur auf ihre hoheitlichen Aufgaben wie Ausbildung/Prüfungen oder Exportdokumente etc. beschränken, oder die politische Darstellung wird endlich differenzierter“, fordert sie. Minderheitenmeinungen werden derzeit überhaupt nicht oder nur unzureichend berücksichtigt und transportiert.
So versucht sie beispielsweise seit Beginn ihres Engagements vergeblich neue, differenzierte und kritische Positionierungen der Kammer zu TTIP einzubringen. Außerdem hält sie als gebürtige und verwurzelte Stuttgarterin das Projekt Stuttgart-21 für eine Katastrophe der Verkehrsplanung und der Verschwendung von Steuermitteln, ganz im Gegensatz zur IHK-Mehrheit, die das Projekt nach wie vor befürwortet. „Nicht nur für die Stauhauptstadt Stuttgart, sondern für ganz Deutschland ist dieses unsinnige Rückbau-Projekt eine Geldvernichtungsmaschine: Dies beginnt beim Bau, geht weiter über die aktuellen Kosten aufgrund des permanenten Zeitverlusts durch die schlechte Verkehrssituation, und wird sich bis weit in Zukunft fortsetzen bezüglich der Folgekosten für Wartung der Tunnel und Handling der enormen – und sicher teilweise eintreffenden – Bau-Risiken.“

 

www.lafattoria-stuttgart.de

 


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