News-Ticker


 


Sie haben in Ihrem Browser die Funktion "JavaScript" ausgeschaltet.

 Dadurch kann es zu Fehlern in der Anzeige und den Menüs kommen.

"JavaScript" können Sie im Einstellungsmenü / AddOn-Menü Ihres Browsers aktivieren.


 

Heftige Vorwürfe gegen den Präsidenten der HWK-Aurich        (04. 11. 2013)

 

Geschichte scheint sich im Bereich der Handwerkskammern in Niedersachsen zu wiederholen. Jahrelang konnte trotz klarer Indizien und hartnäckiger Nachfragen der Präsident der Handwerkskammern Hildesheim im Amt bleiben, obwohl seine Geschäftsaufgabe sogar in der Zeitung stand. Aber weder die Rechtsaufsicht noch die Gremien der Handwerkskammer wollten tätig werden.
Nun sieht sich der Präsident der Handwerkskammer in Aurich-Ostfriesland ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt. Am 24. 02. 2010 wurde Horst Amstätter dort zum neuen Präsidenten gewählt. Wer am heutigen Tage auf die Internetseite www.amstaetter.de geht, dem wird hier zumindest virtuell eine normaler Tischlereibetrieb vorgeführt. Aber ist diese Firma tatsächlich noch aktiv? Informanten behaupten gegenüber dem bffk, nach der Wahl zum Kammerpräsidenten seien alle Mitarbeiter entlassen worden. Sicher ist, dass die Amstätter Tischlerei Innenausbau GmbH offiziell im November 2010 Amstätter-GmbH / gelöschtim Handelsregister gelöscht wurde. Im Impressum der Internetseite des Handwerkskammerpräsidenten lebt die GmbH, deren letzter Jahresabschluss im Bundesanzeiger aus dem Jahr 2009 stammt, munter weiter. Fakt ist, ein Handwerker, der nicht mehr aktiv als solcher tätig ist, kann kein Kammerpräsident sein. Dass musste am Ende auch der Hildesheimer HWK-Präsident einsehen.
Auch aus einem weiteren Grund ist es mehr als fraglich, ob Amstätter Präsident der HWK Aurich sein kann. Denn die Satzung bestimmt, dass ein „Fachverbandsvorsitzender“ kein Präsident der Kammer sein darf (§ 16 Abs. 2). Horst Amstätter aber ist Vorsitzender des Verbandes ostfriesischer Sachverständiger.
Zu den Vorwürfen gehört auch, dass wie in so vielen Handwerkskammern die teilweise 5-stelligen Aufwandsentschädigungen für die „ehrenamtlich“ tätigen Präsidenten nicht unwesentlich zum Klammern am Amt beitragen. Wie hoch diese Entschädigungen in Aurich sind, ist bis heute nicht bekannt.
Man darf nun gespannt sein, ob es wie im Falle des ex-Präsidenten der HWK Hildesheim auch wieder Jahre dauert, bis die Kammer selber oder die Rechtsaufsicht im Wirtschaftsministerium Konsequenzen ziehen. Ein Handwerkskammerpräsident jedenfalls, der mit seiner vor Jahren längst gelöschten GmbH immer noch Werbung macht, das dürfte selbst im Bereich der Handwerkskammern schwer verdaulich sein.

 


< nächster Artikel    früherer Artikel >