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02.09.2015


Transparenz in den Handwerkskammern mit Licht und Schatten

Nach dem ersten Kammerbericht des bffk ging erstmals das Transparenzportal der Industrie- und Handelskammern an den Start. Grundsätzlich gab und gibt es da bis heute noch Lücken und Defizite. Genauso grundsätzlich ist dieses Portal aber ein erheblicher Fortschritt zu der bis dahin praktizierten Intransparenz. Seitdem stehen natürlich auch die Handwerkskammern vor der Frage, ein vergleichbares Maß an Offenheit zu praktizieren. Damit tut sich die Handwerksorganisation bis heute schwer. Auf der Ebene der Dachorganisation gibt es nicht mehr als die freundlichen Verweise auf die Internetseiten der regionalen Handwerkskammern.
Tatsächlich als vorbildlich in Sachen Transparenz dürfen mittlerweile die Handwerkskammer in Niedersachsen gelten. Deren gemeinsames Portal und die Darstellung ermöglicht neben der notwendigen Transparenz auch eine Vergleichbarkeit der Daten.  Mit der Offenheit in Sachen Aufwandsentschädigungen für ihre Funktionäre liegen die Niedersachsen zudem bundesweit einsam an der Spitze. Dass die Offenheit durch den Skandal der Vergangenheit begünstigt wurde, mag eine Rolle spielen. Wir stellen fest: das Ergebnis zählt.


In Sachen Transparenz deutlich vorne liegen auch die Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen und die in Hamburg. Immerhin veröffentlicht die HWK Hamburg ihre Geschäftszahlen schon seit Jahren und stellt auch die Berichte der Vorjahre zur Einsicht zur Verfügung. Da war es dann auch keine echte Überraschung mehr, dass der Hauptgeschäftsführer dere Hamburger HWK sein Gehalt auf Anfrage der Presse veröffentlichte.

Sicher gibt es auch hier noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten – aber im Vergleich zu früher ist das Informationsangebot in den beiden Bundesländern ein echter Fortschritt. Dies gilt auch für Nordrhein-Westfalen, obwohl dort noch zu oft nur zu den regionalen Informationsangeboten verlinkt wird, wodurch eine Vergleichbarkeit erschwert wird, und man z.B. bei der Höhe der gezahlten Aufwandsentschädigungen völlig mauert.

Nun darf man also gespannt sein, wann die gesamte Handwerksorganisation es endlich schafft, zunächst auf dem Niveau der niedersächsischen bzw. der Hamburger Kammern auch im Sinne der Vergleicgbarkeit ein gemeinsames Informations-/Transparenzangebot zu schaffen. Auf diesen Angeboten jedenfalls lässt sich konstruktiv aufbauen.


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