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Mühsame Demokratieübung in der IHK Oldenburg

 

Wie weit Selbstdarstellung und Realität in Sachen Demokratie auseinander klaffen, zeigt das Beispiel der Wahlen in der IHK Oldenburg.
Zunächst einmal sind die Kandidatinnen und Kandidaten wie fast überall in Deutschland nur unter Angabe von Namen und Firmenbezeichnung zur Wahl angetreten. Als Beispiel hier mal eine Übersicht aus der Wahlgruppe „sonstige Dienstleistungen“. Welche Positionen aber wollen diese Menschen als Vertreter der Wirtschaft in der Vollversammlung einbringen? Wofür werden Sie gewählt? Keiner weiß es, keiner will es wissen. So läuft das überall in den Kammerbezirken. In wenigen Fällen machen Kandidatinnen und Kandidaten extra Wahlwerbung, auf denen vorsichtige Ansätze von inhaltlichen Positionen zu lesen sind. Regelmäßig nach der Wahl fühlen sich die Gewählten aber voll legitimiert, im Namen der Wirtschaft zu sprechen.

In Oldenburg waren 61.000 (Zwangs-) Mitglieder zur Wahl aufgerufen. Während die Nordwest-Zeitung berichtete, es hätten tatsächlich alle 61.000 auch ihre Stimme abgegeben, so hilft ein Blick ins Internet weiter. Es waren dann nach Angaben der IHK nur 7529 – satte 12,34 %. Zugegeben im bundesweiten Durchschnitt nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass es in Stuttgart und Berlin deutlich unter 10 % gewesen sein sollen (exakte Daten werden in Kammerland nicht verraten). Und das gilt auch wieder für Oldenburg. Als Veröffentlichung der Wahlergebnisse reicht der IHK die Information von „gewählt“ und „Nachrücker“. Wie viele Stimmen diejenigen bekommen haben, die von Stund an „die Wirtschaft im Kammerbezirk vertreten wollen“ wird nicht verraten. Einzelheiten zur Wahlbeteiligung in den einzelnen Wahlgruppen – Fehlanzeige.

 

Es bleibt bei der Feststellung: Bananenrepublik Kammerland.

 

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