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Blitzkarriere in der IHK – Wahlverlierer wird Präsident           (01. 03. 2013)

 

„Die Wahlen der IHKs unterfallen nicht dem Geltungs- und Anwendungsbereich des Demokratieprinzips“ schrieb Christian Groß, heute Referatsleiter beim DIHK, in seiner Doktorarbeit. Wie recht er hat, bewies sich erneut bei der gerade abgeschlossenen Konstituierung der IHK Heilbronn. Hier galt lange Manfred Wittenstein als Nachfolger des scheidenden Präsidenten Philippiak. Kurz vor der ersten Vollversammlungssitzung aber machte Wittenstein deutlich, dass er für dieses Amt nicht zur Verfügung stehe. Da wurde in Heilbronn die Demokratie mal wieder strapaziert. Zunächst wurde der bei den Wahlen zur Vollversammlung durchgefallene Würth-Manager Harald Unkelbach nachträglich in die Vollversammlung gewählt (kooptiert). Gleich danach folgte seine Wahl zum Präsidenten. Dass ein so schmerzfreier Umgang mit dem Wählerwillen in Kammerland kein Einzelfall ist, das beweist auch die IHK Bonn. Dort fiel 2011 der amtierende Präsident bei der Wahl zur Vollversammlung durch. Auch dort holte man ihn erst nachträglich mit der Kooptation in die Vollversammlung und machte ihn dann zum Präsidenten. Wahrscheinlich ist es dem großen Wahlerfolg – immerhin 22 Mandate in der Vollversammlung – der kammerkritischen Kaktus-Gruppe in Stuttgart zu verdanken, dass der dortige IHK-Präsident, der bei der letzten Wahl ebenfalls auf der Strecke blieb, es nicht auch auf diesem Weg versuchte. Vorsichtige Überlegungen in diese Richtung gab es, wenn man einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten glauben durfte. Am Ende sah man in Stuttgart dann aber von dieser Variante der Verfälschung des Wählerwillens ab. Demokratie geht doch. Auch in einer IHK.

 

 

 

 


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