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IHK Köln mit Ombudsmann und Compliance-Richtlinie               (04. 06. 2014)

 

Die Kammern sehen sich nach innen und außen teils heftiger Kritik ausgesetzt. Etliche Skandale (Vorwürfe bzw. Verurteilungen wegen Untreue und/oder Subventionsbetrug), Kritik an der gewerblichen Konkurrenz der zahlenden Mitgliedsbetriebe durch die Kammern führen ebenfalls zu einem nicht unerheblichen Konfliktpotential und einem wachsenden Imageproblem. Da ist die Initiative der IHK Köln durchaus bemerkenswert. Die Berufung eines unabhängigen Ombudsmannes und die Einführung einer Compliance-Richtlinie für die IHK Köln darf als im positiven Sinne bemerkenswerter Schritt bezeichnet werden. Ganz offensichtlich strahlt dies jetzt auch auf die anderen IHKn aus. Denn in einem Rundschreiben an das Kölner Ehrenamt informiert der dortige Hauptgeschäftsführer Anfang Juni darüber, dass die Kölner Richtlinie "nun als Vorlage für eine Muster-Richtlinie für die gesamte IHK-Organisation in Deutschland herangezogen wird". Sicher lässt sich darüber streiten, ob vor der Verabschiedung dieser Richtlinie ein offensiverer Diskurs mit den Kritikern der IHK und der Richtlinie gut getan hätte. Dass es aber ein solches Regelwerk jetzt überhaupt gibt, darf und muss als Fortschritt gewürdigt werden.

Dies muss um so mehr für die Berufung eines unabhängigen Ombudsmannes gelten. Als vor etlichen Jahren in einer niedersächsischen IHK zur Beilegung eines Konflikts unter Beteiligung des bffk ein Mediationsverfahren stattfand, war dies bereits eine große Ausnahme. Eine solche Vermittlungsstelle nun strukturell einzurichten, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Zzt. ist die Tätigkeit des Ombudsmannes noch auf den Kreis der "Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der IHK Köln sowie den ehrenamtlich tätigen Wirtschaftsvertretern" beschränkt. IHK-Mitglieder im Konflikt mit ihrer Kammern haben hier (noch) keine unabhängige Anlaufstelle. Aber das lässt sich aus diesem positiven Ansatz ja durchaus noch entwickeln.


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