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Schon wieder Ärger in Heilbronn - diesmal im Handwerk

 

Dickes Gehalt, 25 Wochenstunden und 35 Tage Urlaub. So lebt es sich in "Kammerland" 

 

Wohin die mangelnde Transparenz gerade in den Kammern und ganz besonders auch in den Handwerkskammern führt, das dokumentiert der bffk in vielfältiger Art und Weise:

 

Vorwürfe der Verschwendung,

Schuldfeststellungen mit erheblichen Geldauflagen,

Subventionserschleichung,

Hausdurchsuchungen durch die Staatsanwaltschaften,

Untersuchungshaft für die verantwortlichen Geschäftsführer

 

Die Kette der Belege für die Missstände, die unter dem Dach des Kammerzwanges blühen, reißt nicht ab.

 

Aktuell wird dies fortgesetzt im Bereich der Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen. Als hätte das Wirtschaftsministerium mit der Prüfung der IHKn Heilbronn und Ulm nicht schon genug zu tun, müssen jetzt auch die Vorgänge in der Verantwortung der Kreishandwerkerschaft Heilbronn-Öhringen durch das Ministerium geprüft werden. Geradezu traumhafte Arbeitsbedingungen hat sich der dortige Geschäftsführer zu schanzen lassen. Ein unüblich hohes Gehalt verbunden mit einer Reduzierung der Arbeitszeit auf 25 Stunden (in Worten: fünfundzwanzig) und zum Ausgleich für den harten Job eine Verlängerung des Urlaubsanspruchs auf 35 Tage. Das alles womöglich, so berichtet die Heilbronner Stimme, an den Gremien vorbei. Von Unrechtsbewusstsein bei den Verantwortlichen wie immer keine Spur. Die Beiträge der Mitglieder sind, Zwang sei Dank, garantiert. Da lässt es sich fröhlich prassen.

 

Es ist zu hoffen, dass die Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums ohne tendenziöse Einflussnahme eines allzu Kammer nahen Staatssekretärs ihrer Prüfungsarbeit werden nachgehen können.

 

Bevor die Hoffnung greift geht es zunächst im alten Stil weiter. Der Handwerkskammerpräsident, selber in die Angelegenheit verstrickt, stellt Strafanzeige. Aber natürlich nicht gegen die öffentlich-rechtlichen Spesenritter der Kreishandwerker, sondern gegen die Whistleblower, die diese Selbstbedienung öffentlich gemacht haben.

In der nun veröffentlichten Stellungnahme der Handwerkskammer Heilbronn wird nun das Weltbild der Kammer deutlich. Wenn es dort heißt

 

"Ich bedauere es sehr, dass die Heilbronner Stimme

mit ihrer Berichterstattung nicht abgewartet hat, bis die

endgültigen Ergebnisse des Wirtschaftsministeriums vorliegen.

Vielleicht hätte es so vermieden werden können, die

beschuldigten Personen unnötig in Erklärungsnot zu bringen."

 

so könnte die Übersetzung dazu nach aller unserer Erfahrung so lauten:

 

Ich bedauere, dass wir nun nicht mehr die

Gelegenheit haben, die Angelegenheit in aller Ruhe

still und heimlich zu vertuschen.

 

 

Tja, Demokratie und freie Presse funktionieren gelegentlich doch anders, als das Kammerfunktionäre, die sich in ihrer Kammerwelt seit Jahrzehnten abgeschirmt ihr Leben eingerichtet haben, wahr haben wollen.

 


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